Konzept

Ausgangslage

Die Schüler der Barbara-Böhm-Gemeinschaftsschule sind im September 2013 von Obereschach in die Stadt gezogen, in das Schulzentrum Neuwiesen. Hier bekommen sie Platz gemacht von den ansässigen Werkrealschülerinnen und Werkrealschülern. Alle müssen sich ihr Territorium neu erobern, die einen verteidigen, die anderen einfordern und alle müssen Kompromisse schließen. In diesem (auf)reibenden Prozess wirkt das Projekt als Impulsgeber von Außen.

 

Idee

Das Projekt besteht aus zwei Teilen. In Teil I machen sich die angehenden Schauspielerinnen und Schauspieler auf die Suche nach ihren alltäglichen (Schul)Erlebnissen, die sie allen am Schulzentrum Neuwiesen in einer Aufführung zeigen. Nach den Sommerferien beginnt Teil II, in dem sie auf dem Erarbeiteten aufbauen und ihre Vorstellungen von IHRER Schule auf die Bühne bringen. Eine Aufführung für das Schulzentrum und eine öffentlich Aufführung bilden den krönenden Abschluss. Die eigens für das Projekt eingerichtete Homepage ermöglicht zusätzlich anderen Schülerinnen, Schülern, Eltern, Interessierten und einer breiten Öffentlichkeit das Projekt zu begleiten.

 

Ziele

Heterogenität als Chance

Die Schülerinnen und Schüler bringen durch ihre soziale und kulturelle Verschiedenheit unterschiedliche Möglichkeiten und eine Vielfalt an Voraussetzungen und Bedürfnissen mit.
Unterschiedlich sozialisiert lernen sie, sich auf gemeinsame Interessen und Ziele zu einigen, erkennen, dass es verschiedene Perspektiven und Handlungsmöglichkeiten gibt, und erweitern gegenseitig ihre Ressourcen.
Die Theaterpädagogik fördert sie in ihrer Einzigartigkeit und zeigt ihnen welches Potential in ihrer Heterogenität wohnt, z.B. in dem sie erfahren wie sie sich und andere achten und für ihre eigenen und die Rechte anderer eintreten können.

 

Theaterpädagogik

Das Theaterspielen bietet die Möglichkeit Grenzen auszuloten und zu überschreiten, Hierarchien zu hinterfragen, Partizipation, Entscheidungsprozesse und Gemeinschaftssinn zu durchleben. Die Motivation der Schülerinnen und Schüler ist, mit der Aufführung einen Einblick und ein tieferes Verständnis für ihre Situation anderen Jugendlichen und Erwachsenen zu vermitteln.

 

Wandlung

Das Projekt kann Impulse setzen für Wandlungsprozesse. Wandlung bei den Schülerinnen und Schülern, der Schule und der Wahrnehmung von außen. Kreative Potentiale können entdeckt und freigesetzt werden, die häufig durch schulische Ansprüche und gewachsene Gewohnheiten überlagert sind. Im Theater Projekt 4meand4us ist kreatives Handeln für alle möglich, unabhängig von Herkunft, individuellen Voraussetzungen und Einschränkungen.

 

Träger des Projekts

Der Förderverein der Barbara-Böhm-Gemeinschaftsschule e.V. ist Träger des Projekts 4meand4us.
Das Ziel des Vereins ist das Zusammenwachsen der Gemeinschaften am Schulzentrum Neuwiesen zu fördern.

 

Kontakt

Förderverein Barbara-Böhm-Gemeinschaftsschule e.V.
c/o Ingrid Sachs
Tettnanger Str. 414/1
88214 Ravensburg
E-Mail: sachs (at) familienbande.org